Ohne Aufkleber
Da habe ich doch gestern in einem Anflug von Nostalgie im Supermarkt Duplo gekauft. Nen 10er-Pack sogar. Ich erinnerte mich an glückselige Kindheitstage, an denen ich Duplo nicht nur wegen des Duplos an sich kaufte, sondern wegen der Aufkleber, die da fast immer drin waren. Hässliche Klebebildchen mit lieblosen Motiven und Sprüchen, die ich damals schon als wenig witzig empfand. Trotzdem übten diese bunten Dinger eine gewisse Faszination aus, weil ich sie gerne ungeliebten Klassenkameraden auf ihre Schulhefte pappte. Ansonsten klebte man die Aufkleber einfach auf hässliche Gegenstände, an Laternenmasten oder an Orte, deren Lieblosigkeit durch die lieblosen Aufkleber noch unterstrichen wurde. Gabs grad keine beim Duplo, so konnte man sich sicher sein, dass man spätestens beim Kauf eines Hanutas mit dieser Klebkacke beglückt wurde.
Ich also gestern zu Hause mein erstes Duplo ausgepackt und - hey, warum ist da kein Aufkleber drin? Ich war enttäuscht, hatte ich mir doch bereits ausgemalt, zumindest eines dieser Klebviecher mit Genuss auf die hässliche und kaputte Eingangstür des Mehrfamilienhauses zu kleben, in dem ich wohne.
Fazit: Früher war alles besser! Und Raider heißt jetzt Twix...
Ich also gestern zu Hause mein erstes Duplo ausgepackt und - hey, warum ist da kein Aufkleber drin? Ich war enttäuscht, hatte ich mir doch bereits ausgemalt, zumindest eines dieser Klebviecher mit Genuss auf die hässliche und kaputte Eingangstür des Mehrfamilienhauses zu kleben, in dem ich wohne.
Fazit: Früher war alles besser! Und Raider heißt jetzt Twix...
Die Sushi unter Profaner Alltagsmist - So, 11. Feb, 11:03
2x Brechdurchfall - Aufwischen? - 0 Trackbacks
noplease (Gast) - Di, 6. Mrz, 02:04
Duploholder Value
Tja, meine Liebe, Du wunderst Dich, dass es Deine heißglieb... ähem .. gerngehassten Aufkleber in Duplo & Co. nicht mehr gibt?
Hier die Erklärung:
Wir, die Verbraucher bzw. inzwischen Nichtmehrverkleber solch fragwürdiger Beilagen sind das schuld - so im Durchschnitt aller betrachtet. Schließlich will doch heute nieeeemand auch nur einen Krümel mehr bezahlen, als unbedingt notwendig.
Also: Aufkleber einsparen, der Schei* wird ja doch gekauft, weil der Preis stimmt und so richtig gewollt hat die "Bepperle" ja eh' niemand.
Irgendetwas bringt die Super-Dupermarkt-Gangs ja auch bei ganz anderen Produkten auf die Idee, optisch gleich große Produkte mit doch recht unterschiedlichem Inhalt/Gehalt ins Regal zu pflanzen - in der Hoffnung der ach so gut informierte Verbraucher wäre mal wieder von der Fülle der verbraucherstärkenden Information in allen Medien so überrollt, es nicht zu merken.
Ja, wir selbst sind's ...
... exakt jene Herdentiere, die inzwischen mehrheitlich so weit ab vom gesunden Menschenverstand operieren, dass sie wegen drei Dosen Bohnen 20 Minuten lang quer durch die Stadt fahren, bloß weil diese bei dem anderen Laden jeweils 7 Cent preiswerter sind. Klar, 20 Minuten sind ja weniger als 21 Cent... da spart man doch gerne auch am Süsswarenregal, oder?
Was?
Du denkst, das läge (durchschnittlich betrachtet) nicht an uns Verbrauchern?
Du denkst, dass die Lizenzgebühren, das Drucken und Beilegen ja nicht sooo viel mehr kosten würden?
Tja, dann eben nicht.
Dann nehmen wir einfach die nächstbesten Schuldigen an dem Aufkleber-Dilemma: die Aktionäre des Herstellers!
Ja, dann sind es eben die Aktionäre, die ihre zweifelsohne hart erarbeitete und definitiv wohlverdiente Dividende den Bach runtergehen sehen, wenn weiter irgendwelcher selbstklebender Firlefanz beigelegt wird, der zu allem Übel noch wegen der Beseitigungskosten öffentlich unerlaubt verklebter Aufkleber der gesamten Gesellschaft zur Last fallen.
Zum einen sichert man sich damit eine maximierte Dividende, zum anderen tut man der Allgemeinheit einen Dienst.
Das nennt man dann "Duploholder Value" oder so...
;-)
Wer Ironie darin findet:
Bitteschön, gern geschehen.
Die gibt's gratis von mir immer wieder gern dazu!
Hier die Erklärung:
Wir, die Verbraucher bzw. inzwischen Nichtmehrverkleber solch fragwürdiger Beilagen sind das schuld - so im Durchschnitt aller betrachtet. Schließlich will doch heute nieeeemand auch nur einen Krümel mehr bezahlen, als unbedingt notwendig.
Also: Aufkleber einsparen, der Schei* wird ja doch gekauft, weil der Preis stimmt und so richtig gewollt hat die "Bepperle" ja eh' niemand.
Irgendetwas bringt die Super-Dupermarkt-Gangs ja auch bei ganz anderen Produkten auf die Idee, optisch gleich große Produkte mit doch recht unterschiedlichem Inhalt/Gehalt ins Regal zu pflanzen - in der Hoffnung der ach so gut informierte Verbraucher wäre mal wieder von der Fülle der verbraucherstärkenden Information in allen Medien so überrollt, es nicht zu merken.
Ja, wir selbst sind's ...
... exakt jene Herdentiere, die inzwischen mehrheitlich so weit ab vom gesunden Menschenverstand operieren, dass sie wegen drei Dosen Bohnen 20 Minuten lang quer durch die Stadt fahren, bloß weil diese bei dem anderen Laden jeweils 7 Cent preiswerter sind. Klar, 20 Minuten sind ja weniger als 21 Cent... da spart man doch gerne auch am Süsswarenregal, oder?
Was?
Du denkst, das läge (durchschnittlich betrachtet) nicht an uns Verbrauchern?
Du denkst, dass die Lizenzgebühren, das Drucken und Beilegen ja nicht sooo viel mehr kosten würden?
Tja, dann eben nicht.
Dann nehmen wir einfach die nächstbesten Schuldigen an dem Aufkleber-Dilemma: die Aktionäre des Herstellers!
Ja, dann sind es eben die Aktionäre, die ihre zweifelsohne hart erarbeitete und definitiv wohlverdiente Dividende den Bach runtergehen sehen, wenn weiter irgendwelcher selbstklebender Firlefanz beigelegt wird, der zu allem Übel noch wegen der Beseitigungskosten öffentlich unerlaubt verklebter Aufkleber der gesamten Gesellschaft zur Last fallen.
Zum einen sichert man sich damit eine maximierte Dividende, zum anderen tut man der Allgemeinheit einen Dienst.
Das nennt man dann "Duploholder Value" oder so...
;-)
Wer Ironie darin findet:
Bitteschön, gern geschehen.
Die gibt's gratis von mir immer wieder gern dazu!
gesine (Gast) - Fr, 30. Mrz, 12:02
Wie hoch sind die Zinsen auf Bildung?
Geisteswissenschaften erklären geistiges Kapital.
www.zugeistreich.de -- eine Kampagne für die Geisteswissenschaften
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